LEHRBUCHREIHE

Information

Seit dem Jahr 2000 gibt die Sektion eine Lehrbuchreihe heraus, die im VS-Verlag erscheint. Hier werden ausgewählte Themen und Zugänge der Frauen- und Geschlechterforschung für den akademischen Unterricht aufbereitet. Die Bände der Reihe führen in einschlägige Wissensbereiche ein und richten sich an Studierende, Praktiker_innen und eine interessierte Leser_innenschaft.
Zur Fortsetzung der Reihe wird um Vorschläge für Manuskripte gebeten. Diese können jederzeit beim Sektionsrat eingereicht werden, sollten eine Konzeption des Bandes sowie eine vorläufige Gliederung enthalten und den spezifischen Einführungscharakter berücksichtigen.
Über die Annahme des Exposees entscheidet der Sektionsrat.
Kontakt: Stefanie Duttweiler: duttweiler@sport.uni-frankfurt.de

Andrea Bührmann/Angelika Diezinger/Sigrid Metz-Göckel (Hrsg.)

Einführung in die Frauen- und Geschlechterforschung
Arbeit, Sozialisation, Geschlecht

Verlag Leske + Budrich
Opladen 2000


Der Band stellt eine in Form eines kommentierten Readers gestaltete Einführung in die sozialwissenschaftliche Frauen- und Geschlechterforschung dar. Er gibt StudienanfängerInnen und Fachhochschulstudierenden einen Einstieg in die Geschichte und Entwicklung dieser Disziplin.
Diese Einführung macht für StudienanfängerInnen nachvollziehbar, wie sich die Frauen- und Geschlechterforschung in der Auseinandersetzung mit den realen Lebensverhältnissen von Frauen. sozialwissenschaftlichen Denktraditionen und eigenen Konzepten ihren Gegenstand geschaffen hat. Damit wird deutlich, dass Frauen- und Geschlechterforschung in der Lehre als ein unabgeschlossenes Projekt zu vermitteln ist, dessen Geschichte um seiner Zukunft willen wichtig wird. Der Band konzentriert sich auf drei Themen, die beider Frage nach der Unterdrückung von Frauen und den Schritten ihrer Emanzipation immer eine zentrale Rolle gespielt haben: Arbeit, Sozialisation und Sexualität.
Zu den einzelnen Themen werden Auszüge aus solchen Texten ausgewählt und kommentiert, die die Diskussionen nachhaltig beeinflussen, Kontroversen bündelten oder neue Perspektiven eröffneten. Damit wird eine Problemgeschichte des jeweiligen Themas skizziert.

Martina Althoff/Mechthild Bereswill/Birgit Riegraf (Hrsg.)

Methodologische Erörterungen
Feministische Traditionen, Konzepte, Dispute

Verlag Leske + Budrich
Opladen 2000


In diesem Band werden die Debatten über Methodologie und Methode in der sozialwissenschaftlichen Frauen- und Geschlechterforschung jenseits des "männlichen Forscherblicks" dargestellt und diskutiert.
Die Diskussion über die Methodologie und zu Methoden in der Frauen- und Geschlechterforschung kann inzwischen auf eine mehr als 20-jährige Tradition zurückblicken. Als zentrale Erkenntnis gilt, dass Methoden keine neutralen Forschungsinstrumente sind, die unabhängig vom Untersuchungsgegenstand, dem gesellschaftlichen Standort der Forschenden, ihren Interessen und theoretischen Vorannahmen eingesetzt werden. Das Verhältnis zwischen Erkenntnisinteresse, Methodenwahl und der Position der Forschenden im Untersuchungsprozess hat deshalb seit Beginn der feministischen Wissenschaft zentrale Aufmerksamkeit erfahren.

Sabine Hark (Hrsg.)

Dis/Kontinuitäten: Feministische Theorie

Verlag Leske + Budrich
Opladen 2001


Der Band gibt einen exemplarischen Überblick über die Geschichte feministischer Theorie in den Sozialwissenschaften. Er verfolgt eine doppelte Zielsetzung: Die vertiefende Einführung in feministisches Denken soll zugleich eine Einübung in eine kritische wissenschaftliche Praxis der Historisierung von Problemen, Objekten und Denkwerkzeugen in der sozialwissenschaftlichen Frauen- und Geschlechterforschung sein.
Feministische Theorie entwickelte sich aus einer Reihe von kritischen Analysen und Haltungen gegenüber geschlechtlich organisierten sozialen Ungleichheiten und Ausschlüssen, dominanten Diskursen und Repräsentationen, aber auch in ständiger selbstkritischer Reflexion des eigenen Denkens. Er ist dieser an Widersprüchen und Paradoxien geschulte Blick, der feministisches Denken im Kern ausmacht.